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Ein Katholizismus zwischen Affirmation und Rekonfiguration Der Fall Portugal

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Resumo

Obwohl der Prozess der Säkularisierung in Portugal Mitte des 18. Jahrhunderts begann, bewies der Katholizismus dennoch in bestimmten historischen Perioden die Kraft, die portugiesische Gesellschaft zu beeinflussen und zu durchdringen. Zu anderen Zeiten verlor er hingegen diese Fähigkeit und schien zur Bedeutungslosigkeit verurteilt. Somit kann man von einer Art Fluktuation zwischen Phasen der Säkularisierung und Desäkularisierung in der Religionsgeschichte Portugals sprechen. Um diese Hypothese zu untermauern, werde ich darlegen, was den portugiesischen Katholizismus in die Lage versetzte, sich in die gesellschaftliche Diskussion einzuschalten, und zwar bezüglich a) ethischer und sozialer Fragestellungen; b) der Korrektur oder Kritik politischer bzw. ökonomischer Entscheidungen; c) der Bewahrung traditioneller Glaubensvorstellungen und Bräuche sowie d) einer Stabilisierung der portugiesischen Identität. Diese Einflussnahme wird innerhalb vier verschiedener Epochen mit völlig unterschiedlichen sozialen und politischen Verhältnissen vergleichend dargestellt. Daraus ergeben sich folgende Schlüsselfragen: Ist die Säkularisierung zwangsläufig ein linearer und irreversibler Prozess? Mit welchen Mitteln gelang es dem traditionellen portugiesischen Katholizismus, sich seine Vitalität und Bedeutung in einer weitgehend säkularisierten Umwelt zu erhalten? In welcher Weise greifen die »säkulare« und die »religiöse« Sphäre in einer modernen europäischen Gesellschaft aufeinander über?.

Idioma originalGerman
Páginas (de-até)157-176
Número de páginas20
RevistaZeitschrift für Religionswissenschaft
Volume16
Número de emissão2
DOIs
Estado da publicaçãoPublicado - set. 2008
Publicado externamenteSim

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